N A C H R I C H T E N 04.07.2000 Aids: Mehr als 34 Millionen sind HIV-infiziertHamburg (dpa) - Der Immunschwächekrankheit Aids sind seit Ausbruch der Epidemie bereits 18,8 Millionen Menschen zum Opfer gefallen, darunter 3,8 Millionen Kinder. Die Zahl der Aidswaisen schätzt das Aidsbekämpfungsprogramm der Vereinten Nationen (Unaids) auf insgesamt 13,2 Millionen Kinder.Von den derzeit 34 Millionen HIV-Infizierten leben fast drei Viertel (24,5 Millionen) in Afrika südlich der Sahara. In Botswana ist inzwischen mehr als jeder dritte Erwachsene infiziert. In Südafrika stieg die Zahl der HIV-Positiven auf knapp 20 Prozent - mit insgesamt 4,2 Millionen Betroffenen führt Südafrika damit die traurige Statistik weltweit an. Allein Uganda ist es bisher laut Unaids als einzigem Staat der Region gelungen, die Zahl der Neuinfektionen von 14 Prozent vor rund zehn Jahren auf etwa acht Prozent 1999 zu senken. Insgesamt steigt die Zahl der Neuinfektionen in Afrika jedoch rapide. Allein im vergangenen Jahr steckten sich vier Millionen Menschen mit dem HI-Virus an. In Westeuropa lebten nach Unaids-Angaben Ende vergangenen Jahres rund 520.000 Menschen mit dem Aidserreger. Unter den westeuropäischen Staaten hat Frankreich mit 130.000 Infizierten mit Abstand die meisten Betroffenen. In Deutschland lebten Ende 1999 rund 37.000 Menschen mit HIV, 600 starben an Aids. Die Zahl der Neuinfektionen liegt nach Angaben des Robert-Koch-Instituts bei 2.000 bis 2.500 im Jahr. Im selben Zeitraum erkranken rund 600 Menschen neu an Aids. Die meisten HIV-Infektionen geschehen weiterhin durch homosexuellen Verkehr, die Rate von Drogenabhängigen hat sich in den vergangenen Jahren stabilisiert. In Süd- und Südostasien ist der Anteil der Infektionen umgerechnet auf die Bevölkerungszahl noch relativ gering. Dennoch leben dort insgesamt 5,6 Millionen mit HIV oder Aids. Eine überaus hohe Quote gibt es auch in der Karibik - insgesamt 360.000 Betroffene. © dpa/MEDI-Report: www.medi-report.de |