N A C H R I C H T E N 15.06.2000 Länger leben durch Sport und Freunde - und offen sein für NeuesWeinheim (dpa) - Wer im Alter fit bleiben möchte, sollte offen bleiben für Neues, Routine meiden, viele Freunde haben und Sport treiben. Das ist der Tenor aus mehreren wissenschaftlichen Arbeiten die das Magazin "Psychologie heute" (Weinheim) in seiner Juli-Ausgabe vorstellt.Menschen, die regelmäßig schwammen oder wanderten, lebten bis zu einem Drittel länger als inaktive Studienteilnehmer, berichtete der Altersforscher Thomas Glass von der Havard-Universität nach einer Befragung von 2.700 Menschen über 65 Jahren. Als genauso wichtig wie Sport stellten sich in der Studie Freunde heraus. Senioren mit guten Sozialkontakten wurden ebenso alt wie ihre sportlichen Altersgenossen. Das hat Glas selbst überrascht: "Wir wussten bereits, dass soziale Kontakte das Leben verlängern, aber uns war nicht bewusst, dass sie so einflussreich sind." Besonders schädlich für das alternde Gedächtnis sei Routine, warnt der Neurobiologe Lawrence Katz von der Duke Universität. Er empfiehlt kleine "Fitness"-Übungen, etwa die Bilder an der Wand zu wechseln und einen neuen Weg zum Einkaufen oder den Kindern zu wählen. Hilfreich sei auch, Musik zu hören und dabei einen bestimmten Duft einzuatmen. Auch Prof. Peter Martin von der Iowa State Universität betont: "Egal wie alt Sie sind, das Gedächtnis bleibt immer trainierbar. Sie können auch einem alten Hund neue Tricks beibringen." Voraussetzung sei allerdings, dass er etwas lernen möchte. Bereits im Jahr 2035 kommen auf 100 Menschen im Erwerbsalter laut Bericht schätzungsweise 68 Rentner. Nach Auskunft des Statistischen Bundesamtes haben derzeit geborene Jungen eine durchschnittliche Lebenserwartung von 74 und Mädchen von 80 Jahren. © dpa/MEDI-Report: www.medi-report.de Weitere Informationen zum Thema: Das Erfolgsrezept: Wie Sie Millionär werden und auch im Alter sexuell potent bleiben - 30.05.2000 |