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29.05.2000 AOK: Anstieg des Arzneibudgets um 1,4 Prozent reicht völlig ausBerlin (dpa) - Die Allgemeinen Ortskrankenkassen (AOK) wollen das Arzneibudget in diesem Jahr um höchstens 1,4 Prozent aufstocken. Dieses Plus reiche völlig aus, um eine hochwertige Versorgung der Patienten zu sichern. Damit wies der AOK-Bundesverband am Montag Forderungen der Kassenärzte zurück, die Budgets stärker zu erhöhen. Kassen und Ärzte verhandeln derzeit in den einzelnen Bezirken über die regionalen Arzneibudgets für 2000. Die Mediziner haften mit ihren Honoraren für deren Einhaltung.
Nach AOK-Angaben verordneten die Kassenärzte 1999 Mittel im Wert von 33,5 Milliarden Mark. Die Krankenkassen sehen aber noch erhebliche Sparreserven. Nach einer AOK-Studie ließen sich rechnerisch noch bis zu 7,4 Milliarden Mark einsparen, wenn Ärzte konsequent billigere Nachahmerpräparaten und gleichwertige Mittel verordneten und auf umstrittene Arzneien verzichteten. «Die Sparpotenziale in diesem Bereich sind noch längst nicht ausgeschöpft», erklärte der AOK-Bundesverband.
Nach einem AOK-Überblick haben 1999 acht der 23 Kassenärztlichen Vereinigungen ihre regionalen Arzneibudgets um zusammen 410 Millionen Mark überschritten. Bundesweit gerechnet hätten die Kassenärzte aber knapp 500 Millionen Mark weniger verordnet als sie gedurft hätten. Die Ärzte haften allerdings für die regionalen Budgets.
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