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31.03.2000 Fortpflanzungs-Trend: Eins von hundert Babys künstlich gezeugtDüsseldorf (dpa) - Eines von hundert in Deutschland geborenen Babys ist künstlich gezeugt. Dank verschiedener Methoden der modernen Fortpflanzungsmedizin stelle sich mittlerweile in den allermeisten Fällen ungewollter Kinderlosigkeit nach der Behandlung der ersehnte Nachwuchs ein. Das hatte am 30.03.2000 der Lübecker Gynäkologe Prof. Klaus Diedrich bei einem Kongress der Frauenärztlichen Bundesakademie in Düsseldorf erklärt.
Seit wenigen Jahren stehe mit der ICSI-Technik (Intra- Cytoplasmatische Spermien-Injektion) eine Methode zur Verfügung, bei der im Falle schwerer Einschränkung der männlichen Zeugungsfähigkeit Spermien des Mannes direkt in eine der Frau entnommenen Eizelle injiziert werden. Die Wahrscheinlichkeit des Eintritts einer Schwangerschaft ist nach Diedrichs Worten trotz der schweren Einschränkung des Mannes vergleichbar mit der konventionellen In- Vitro-Fertilisation (IVF) als Methode der künstlichen Befruchtung. Die IVF führe nach vier Behandlungszyklen in 50 bis 60 Prozent der Fälle zum Erfolg.
Es sei nicht nachvollziehbar, warum die Gesetzlichen Krankenkassen seit Juni vergangenen Jahres die Kosten für die ICSI-Behandlung nicht mehr übernehmen, kritisierte der Facharzt. Das Argument erhöhter Fehlbildungen der Babys durch diese Methode lasse sich nach den ersten Erkenntnissen einer umfangreichen Studie nicht mehr halten. Grundsätzlich gelte natürlich in der Fortpflanzungsmedizin der Satz "Der einfachste Weg zur Schwangerschaft ist immer noch der beste."
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