"Nach der Verzweiflung beginnt ein neues Leben," lesen wir bei Jean-Paul Satre. Wenn nach der ersten Enttäuschung über den Beschluss des Bewertungsausschusses ein wenig kognitive Therapie die vom Bundesverband der Vertragspsychotherapeuten beklagte Verzweiflung von 20.000 deutschen Psychotherapeuten in die lebendige Energie einer schlagkräftigen Vorhut zu verwandeln vermag, dann braucht dem KÄBV-Chef beim Paradigmenwechsel im Gesundheitssystem nicht bange sein. Die "Abwicklung" der Kassenärztlichen Vereinigungen (KÄVen) und die Schaffung eines transparenten Systems der Kostenerstattung, das den mündigen Patienten partnerschaftlich einbindet, wird dann rascher kommen als heute noch vorstellbar ist.