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N A C H R I C H T E N
26.02.2000 Zahnärzte drohen mit Behandlungsboykott: Private Krankenkassen wollen Kartellamt anrufenOsnabrück (dpa) - Die Private Krankenversicherung (PKV) will wegen des angedrohten Behandlungsboykotts der Zahnärzte gegen Privatpatienten mit Standardtarif das Bundeskartellamt einschalten. PKV-Geschäftsführer Christoph Uleer sagte der "Neuen Osnabrücker Zeitung" in der heutigen Samstagausgabe, er empfehle auch allen privaten Krankenkassen, betroffenen Versicherten Rechtsschutz zu gewähren, damit sie auch künftig eine ausreichende und wirtschaftliche zahnmedizinische Versorgung erhielten.
Uleer reagierte auf die Ankündigung der Bundeszahnärztekammer, Privatpatienten wegen des geringen Honorars im Standardtarif - es beträgt höchstens das 1,7-fache der Gebührenordnung - nur noch im Notfall und bei Schmerzen zu behandeln.
Der PKV-Geschäftsführer warnte gleichzeitig Privatversicherte, beim Zahnarzt Formulare oder Verträge zu unterschreiben, die eine höhere Eigenbeteiligung zur Voraussetzung von Zahnbehandlungen machen. Sie sollten derartige von Zahnärzten verlangte Verträge vorher von ihrer Kasse überprüfen lassen.
Die von Ersatzkassenchef Herbert Rebscher geforderte Einbeziehung aller Arbeitnehmer in die Gesetzliche Krankenversicherung würde die PKV nach Ansicht ihres Geschäftsführers "von allen entscheidenden Zukunftsmärkten abkoppeln". Die Ersatzkassenmitglieder müssten damit rechnen, dass dann in einem zweiten Schritt die Beitragsbemessungsgrenze und damit ihre Beiträge erhöht würden. Eine Fluchtbewegung vor Toresschluss in die PKV wäre wahrscheinlich. Zahnmedizin in der Kassenpraxis: Erstklassige Behandlung für alle nicht bezahlbar - 26.02.2000
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