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N A C H R I C H T E N

25.02.2000

Gesellschaftliche Krise hat Jugend erreicht: Zukunftssorgen machen Jugendliche krank

München (dpa) - Jugendliche mit schlechten Aussichten auf einen Arbeitsplatz oder Ausbildungsabschluss werden häufiger krank als Gleichaltrige mit besseren Zukunftschancen. Dies hat eine Befragung vom Zentrum für Sozialpolitik der Universität Bremen in Zusammenarbeit mit der Gmünder Ersatzkasse (GEK) unter mehr als 9.300 Jugendlichen im Alter von 14 bis 25 Jahren ergeben.

"Die gesellschaftliche Krise hat die Jugend erreicht. Schon Schüler fühlen sich heute vom Problem der Arbeitslosigkeit bedroht", sagte der Münchner GEK-Geschäftsführer Christian Bredl. Viele Jugendliche und Kinder leideten unter der anhaltenden Krise auf dem Arbeits- und Ausbildungsstellenmarkt und blickten mit großer Sorge in die Zukunft.

Bei über der Hälfte der Befragten treten allgemeine unspezifische Beeinträchtigungen auf, wie schnelle Müdigkeit und Nervosität. Auch massive Schmerzen im Rücken-, Nacken- und Schulterbereich (33 Prozent) seien festgestellt worden. Jeder Dritte gab an, dass bei einer ärztlichen Untersuchung Allergien diagnostiziert worden seien. Die Untersuchung ergab ferner, dass junge Frauen bei allen Befindlichkeitsstörungen häufiger betroffen seien. .