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21.01.2000 Beweis für Schönheit per Pille fehlt: Kommt wirkliche Schönheit von innen?Berlin (dpa / MEDI-Report) - So genannte Schönheitspillen versprechen nach Darstellung der Stiftung Warentest mehr als sie halten können. Auf Mittel, die bessere Haut, Haare und Nägel in Aussicht stellen, sollten die Konsumenten keine großen Erwartungen setzen, heißt es in der Februarausgabe der Zeitschrift "test".
Eine Untersuchung von 21 Mitteln habe ergeben, dass die verschiedenen Wirkstoffe - Biotin, Kieselsäure oder eine Kombination von Vitaminen und Mineralstoffen - keine eindeutige kosmetische Wirkung hätten. Die Inhaltsstoffe der Mittel seien prinzipiell für den Stoffwechsel und den Organismus wichtig. Auch könnten einige der Kapseln einen Mangel an Biotin ausgleichen oder eine Vitaminergänzung für den Körper bieten. Bei einer gesunden und ausgewogenen Ernährung sei dies aber überflüssig, schreibt "test".
Die fragwürdige Therapie könne teuer werden: Bis zu neun Tabletten müssten jeden Tag geschluckt werden. Im teuersten Fall bedeute dies zehn Mark. Brüchige Haare und Fingernägel, trockene oder juckende Haut könnten Symptome für Krankheiten sein oder auf eine Fehlernährung hinweisen. "Die Einnahme der rezeptfreien Arznei- oder Nahrungsergänzungsmittel helfen dagegen nicht", heißt es.
Kommt wirkliche Schönheit also doch nur von einer schönen Seele? Franz Grillparzer (1791-1872), der Wiener Schriftsteller, Direktor des Hofkammerarchives und Gründungsmitglied der Österreichischen Akademie der Wissenschaften wusste es schon: "Die Schönheit ist vollkommene Übereinstimmung des Sinnlichen mit dem Geistigen". |