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Dr. med. Dirk-Steffen Gericke, Frauenarzt in Gerlingen, 06.08.1999
Schreiben an Dr. med. Norbert Metke, stellvertretender Vorstandsvorsitzender der Kassenärztlichen Vereinigung Nord-Württemberg (KÄV NW)

Ist es die ungezügelte Wut darüber, dass Sie die Dinge nicht so bekommen, Herr Metke ?

Am 26.07.1999 schrieb der Vorstand der ärztlichen Genossenschaft GenoGyn e.G. an seine Mitglieder:

"Im Zusammenhang mit der Gründung des Verbundsystems Medi wird bei unseren Mitgliedern und den übrigen Kolleginnen und Kollegen in Nord-Württemberg die Sorge hervorgerufen, ohne Beitritt zu Medi zu "Restärzten" zu werden.
Sorge oder gar Angst sind schlechte Ratgeber in Entscheidungen über das künftige persönliche Umfeld unseres freien Arztberufes. Wenn zugleich die volle Tragweite des zugrundeliegenden Vertragswerkes nicht überschaut werden kann, wird die Lage vollends schwierig.

Wie wir bereits im letzten Rundschreiben mitgeteilt haben, wirft das vorliegende Vertragswerk bedeutsame Fragen auf, die der Klärung bedürfen. Wir haben daher dazu aufgerufen und wiederholen erneut, dem Verbundsystem Medi jetzt nicht beizutreten. Der Vorstand der GenoGyn wird am 08.09.1999 mit der Führung von Medi entsprechende Gespräche aufnehmen. Wir werden mit Sorgfalt und Augenmaß in diese Gespräche gehen. GenoGyn wird für die Mitglieder aus allen Arztgruppen handeln."

Mit einem offenen Brief an alle im Bereich der Kassenärztlichen Vereinigung Nordwürttemberg (KÄV NW) niedergelassenen Gynäkologinnen und Gynäkologen kündigte der stellvertretende Vorstandsvorsitzende der KÄV NW, Dr. med. Norbert Metke, diesen Gesprächstermin am 04.08.1999 überraschend auf.

Den Gerlinger Frauenarzt Dr. med. Dirk-Steffen Gericke veranlasste Metke's brüske Gesprächsaufkündigung und offener Brief zu einem Schreiben an den Vize-Vorsitzenden der KÄV NW, das wir hier im Original wiedergeben:

Dr. D.-S. Gericke an Dr. N. Metke, 06.08.1999, Seite 1

Dr. D.-S. Gericke an Dr. N. Metke, 06.08.1999, Seite 2


© 1999 Redaktion MEDI-Report.
Wiedergabe auf medi-report.de mit freundlicher Genehmigung von Dr. med. Dirk-Steffen Gericke.