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GenoGyn
Ärztliche Genossenschaft für die Praxis und für medizinisch-technische Dienstleistungen e.G. 26.07.1999
Rundbrief des Vorstandes an alle Mitglieder

GenoGyn-Ärzte: "Wir haben dazu aufgerufen, dem Verbundsystem MEDI nicht beizutreten"

Es ist der Redaktion MEDI-Report ein Vergnügen, das Rundschreiben des Vorstandes der bundesweit tätigen ärztlichen Genossenschaft GenoGyn e.G. hier wiederzugeben. Die Situation erfordert es, jetzt alle Kräfte der demokratischen und zukunftsorientierten Ärzteschaft einschließlich der Psychotherapeuten zu einer großen und innovativen Allianz zu bündeln, um die Entwicklung unseres Gesundheitssystems konstruktiv voranzubringen und ein verhängnisvolles Kartell nach dem erzkonservativen Strickmuster von Baumgärtner und Metke zu verhindern.

Nachfolgend der Wortlaut des Rundschreibens des GenoGyn-Vorstands vom 26.07.1999 und ein Scan des Originals:

GenoGyn e.G.

 

 

Verbundsystem Medi / Weitere Entwicklung der GenoGyn

 

Liebe Kolleginnen,
liebe Kollegen,

1. Verbundsystem Medi

Im Zusammenhang mit der Gründung des Verbundsystems Medi wird bei unseren Mitgliedern und den übrigen Kolleginnen und Kollegen in Nord-Württemberg die Sorge hervorgerufen, ohne Beitritt zu Medi zu "Restärzten" zu werden.
Sorge oder gar Angst sind schlechte Ratgeber in Entscheidungen über das künftige persönliche Umfeld unseres freien Arztberufes. Wenn zugleich die volle Tragweite des zugrundeliegenden Vertragswerkes nicht überschaut werden kann, wird die Lage vollends schwierig.

Wie wir bereits im letzten Rundschreiben mitgeteilt haben, wirft das vorliegende Vertragswerk bedeutsame Fragen auf, die der Klärung bedürfen. Wir haben daher dazu aufgerufen und wiederholen erneut, dem Verbundsystem Medi jetzt nicht beizutreten. Der Vorstand der GenoGyn wird am 08.09.1999 mit der Führung von Medi entsprechende Gespräche aufnehmen. Wir werden mit Sorgfalt und Augenmaß in diese Gespräche gehen. GenoGyn wird für die Mitglieder aus allen Arztgruppen handeln.

2. Weitere Entwicklung der GenoGyn

Wir bitten unsere Mitglieder aus allen Arztgruppen, ihnen bekannten Kolleginnen und Kollegen aller Fachrichtungen jetzt im eigenen und gemeinsamen Interesse zum Beitritt zur GenoGyn-GenoMed zu raten. Unsere Genossenschaft steht allen Kolleginnen und Kollegen offen; nach unserer Satzung können auch Krankenhäuser eine Mitgliedschaft erwerben.

Die Gründer der GenoGyn haben besonderen Weitblick bewiesen. Mit unserer Genossenschaft bietet sich heute eine Handlungs- und Rechtsform, die in hervorragender Weise für alle Kolleginnen und Kollegen und auch Krankenhäuser geeignet ist, den aktuellen und kommenden Herausforderungen gerecht zu werden.

Zweck unserer Genossenschaft ist die konkrete wirtschaftliche Förderung unserer Mitglieder. Die von uns als neuem Vorstand eingeleitete Bestandsaufnahme zeigt schon jetzt, daß hier noch erhebliche ungenutzte Potentiale bestehen. Wir werden die GenoGyn hier zum Nutzen der Mitglieder weiterentwickeln.

Wir werben ausdrücklich um Ihr Vertrauen für unser Vorgehen gegenüber Medi und für die Weiterentwicklung unserer GenoGyn-GenoMed. Jede Form von Hinweisen, Anmerkungen oder Unterstützung ist willkommen.

Mit freundlichen Grüßen

Der Vorstand

Und hier das Original des GenoGyn-Vorstandsschreibens vom 26.07.1999.

Rundschreiben der GenoGyn e.G. vom 26.07.1999


© 1999 Redaktion MEDI-Report.
Wiedergabe auf medi-report.de mit freundlicher Genehmigung des Vorstands der GenoGyn e.G.